Welche Weine kommen aus Venetien?
Venetien im Nordosten Italiens, zwischen Gardasee, Verona und der Adria, ist eines der größten und vielseitigsten Weinbaugebiete des Landes. Von den Hügeln rund um Verona bis in die Ebenen am Po reicht ein Spektrum, das vom spritzigen Schaumwein über frische Weißweine bis zu wuchtigen Rotweinen alles abdeckt. Diese fünf Stile prägen die Region:
- Prosecco: der frische, fruchtige Schaumwein aus der Glera Traube
- Soave: trockener, mineralischer Weißwein aus Garganega
- Valpolicella: leichter, saftiger Rotwein aus Corvina und Rondinella
- Amarone: dichter, wuchtiger Rotwein aus angetrockneten Trauben
- Bardolino: unkomplizierter, leichter Rotwein vom Gardasee
Welche Anbaugebiete gibt es in Venetien?
Die Qualität konzentriert sich auf wenige Hügelzonen, und genau das erklärt die Vielfalt aus einer einzigen Region. Im Westen am Gardasee liegt Bardolino mit seinen leichten Rotweinen. Östlich davon erstreckt sich das Valpolicella, die Heimat von Valpolicella, Ripasso und Amarone. Südlich von Verona entsteht rund um Soave der gleichnamige Weißwein, und weiter nordöstlich, in den steilen Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene, wächst der Prosecco in seinen besten Lagen.
Valpolicella oder Amarone: Was ist der Unterschied?
Beide stammen aus denselben Trauben rund um Verona, getrennt werden sie durch die Kellermethode. Für den Amarone trocknen die Trauben nach der Lese mehrere Wochen an, das konzentriert Zucker und Aromen zu einem schweren, samtigen Wein mit hohem Alkohol. Der Valpolicella wird klassisch vergoren und bleibt frisch und fruchtig, der Rotwein für jeden Tag. Dazwischen steht der Ripasso, ein Valpolicella, der auf den Trestern des Amarone nachgärt und dadurch mehr Körper und Tiefe gewinnt.
| Merkmal | Valpolicella | Amarone |
|---|
| Charakter | leicht, fruchtig | dicht, wuchtig, samtig |
| Methode | klassisch vergoren | aus angetrockneten Trauben |
| Alkohol | moderat | hoch, oft 15 bis 16 % |
| Anlass | täglicher Rotwein | großer Wein zu Schmorgerichten |
Welche Rebsorten prägen Venetien?
Im Weißwein dominiert Garganega, die Seele des Soave, oft ergänzt durch Trebbiano und Pinot Grigio. Bei den Rotweinen bilden Corvina, Rondinella und Molinara die Basis von Valpolicella, Amarone und Bardolino, während der Prosecco aus der weißen Glera entsteht. Die Betriebe hinter diesen Weinen finden Sie unter den italienischen Weingütern.
Wozu passen Weine aus Venetien?
Die Bandbreite macht die Region vielseitig am Tisch. Ein Prosecco begleitet den Aperitif und leichte Vorspeisen, ein Soave harmoniert mit Fisch, Risotto und Meeresfrüchten, der saftige Valpolicella passt zu Pizza, Pasta und Wurst, und der wuchtige Amarone trägt Schmorbraten, Wild und gereiften Käse. Als Faustregel gilt: je kräftiger das Gericht, desto dichter darf der Wein sein.
Häufige Fragen
Ist Prosecco ein Wein aus Venetien?
Ja, der Prosecco stammt aus den Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene im Herzen Venetiens und ist der bekannteste Botschafter der Region.
Welcher Wein aus Venetien ist süß?
Der Recioto, eine edelsüße Spezialität aus angetrockneten Trauben, sowohl als weißer Recioto di Soave wie als roter Recioto della Valpolicella.
Welcher Rotwein aus Venetien ist der kräftigste?
Der Amarone della Valpolicella; durch das Antrocknen der Trauben erreicht er eine Dichte und Lagerfähigkeit wie kaum ein anderer Wein der Region.