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Weingut

Martín Códax

Martín Códax steht für Albariño aus Rías Baixas mit klarer Herkunft, frischem Stil und nachhaltiger Handschrift. Im Val do Salnés entstehen elegante Weißweine, geprägt von Atlantikklima und maritimem Terroir – ein Erlebnis für alle, die Wein und Terroir verbinden.
Martín Códax steht für Albariño aus Rías Baixas mit klarer Herkunft, frischem Stil und nachhaltiger Handschrift. Im Val do Salnés entstehen elegante Weißweine, geprägt von Atlantikklima und maritimem Terroir – ein Erlebnis für alle, die Wein und Terroir verbinden.

Dort, wo galicische Felsen in atlantische Wellen übergehen und der salzige Wind durch Weinberge greift, schreibt die Bodega Martín Códax eine Geschichte, die älter ist als ihre eigene Gründung vor vier Jahrzehnten. Das Val do Salnés zeigt sich unberechenbar: Mal sanft von Nebelschleiern umhüllt, dann wieder gnadenlos der Meeresbrise ausgesetzt. Genau diese Widersprüchlichkeit macht das Terroir so faszinierend – und die Weine so charaktervoll. Sie spüren den Atlantik in jedem Schluck, eine salzige Mineralität, die kein Keller der Welt imitieren kann. Martín Códax versteht es, aus diesem rauen Charme präzise Albariño-Weine zu formen, die weit mehr sind als regionaler Standard. Hier verbinden sich jahrhundertealte Minifundien-Tradition mit moderner Kellertechnik – ein Spannungsfeld, das Authentizität und Innovation gleichermaßen hervorbringt.

Martín Códax – Pionier der galicischen Weinkultur

Wo der Atlantik auf galicische Erde trifft, schreibt Martín Códax seit 1986 Weingeschichte. Das Gut trägt bewusst den Namen eines mittelalterlichen Troubadours aus dem 13. Jahrhundert, dessen Verse die Seele Galiciens einfingen. Diese kulturelle Verwurzelung ist mehr als Folklore: Sie spiegelt eine Philosophie wider, die Tradition und Innovation zu verbinden weiß. Rund um das Val do Salnés, im Herzen der D.O. Rías Baixas, bewirtschaften die Winzer heute über 500 Hektar in den besten Lagen.

Das Fundament bildet ein außergewöhnliches Kooperationsmodell (Zusammenschluss eigenständiger Produzenten unter gemeinsamen Qualitätsstandards), in dem über 600 Winzerfamilien ihre 1.400 kleinen Parzellen einbringen. Diese Minifundien-Struktur (traditionelle Kleinstbetriebe Galiciens) bewahrt gewachsene Anbauformen, während moderne Kellertechnik die Qualität sichert. Der Albariño (atlantikgeprägte Weißweinsorte mit salziger Mineralik) profitiert von dieser Balance zwischen Handwerk und Präzision: Die Weine zeigen typischerweise einen Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 14 Volumenprozent und vereinen damit erfrischende Leichtigkeit mit strukturiertem Körper. Genau diese Spannung macht die Signatur von Martín Códax aus.

Die Ursprünge der Bodega Martín Códax

1982 war ein Jahr der Entscheidungen. Fünfzig galicische Winzer trafen sich und beschlossen, gemeinsam zu handeln. Ihre Mission war klar: die Albariño-Traube vor dem Vergessen bewahren und ihr zu dem Ruf verhelfen, den sie verdiente. So entstand die Genossenschaft Martín Códax, benannt nach jenem mittelalterlichen Troubadour, dessen Cantigas die Weinberge und Küsten Galiciens besingen. Ein Name, der Programm war: Tradition und Vision in einem.

Es kursiert der hartnäckige Mythos, deutsche Pilger hätten die Albariño-Rebe über den Jakobsweg nach Galicien gebracht. DNA-Analysen räumen heute mit dieser romantischen Vorstellung auf und belegen eindeutig: Albariño ist autochthon (heimisch), eng verwandt mit lokalen Wildrebsorten, die bereits zur Römerzeit kultiviert wurden. Die Balance zwischen Säure, Mineralität und dem charakteristischen Alkoholgehalt von Wein macht diese Albariños zu idealen Begleitern für die galicische Küche.

Heute arbeitet Martín Códax mit rund 600 Winzerfamilien zusammen, die über 1.400 kleine Parzellen im Val do Salnés bewirtschaften. Diese traditionelle Minifundien-Struktur (kleinste Besitzeinheiten) bleibt erhalten, während moderne Qualitätsstandards die Weine zu Botschaftern galicischen Weinhandwerks machen. Ein Modell, das Individualität und Gemeinschaft vereint.

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Albariño und die Magie des Rías-Baixas-Terroirs

Granit zerfällt hier zu Sand, durchsetzt von Quarz, der im Licht funkelt wie zermahlene Kristalle. Diese Böden der D.O. Rías Baixas zwingen die Albariño-Reben zu einer besonderen Anstrengung: Ihre Wurzeln müssen tief graben, um Halt und Nährstoffe zu finden, während über ihnen ein Mikroklima herrscht, das von 1.200 bis 1.600 Millimetern atlantischer Feuchtigkeit geprägt ist. Das Ergebnis sind Weine von Martín Códax, die sich typischerweise zwischen 11,5 und 14 Prozent Alkohol bewegen und dabei eine Balance aus erfrischender Leichtigkeit und strukturiertem Körper finden. Präzise Drainage trifft auf moderate Kraft.

Das Emparrado-System, diese traditionelle Pergolaerziehung, erweist sich als Schlüssel zum Erfolg in diesem feuchten Klima. Zwei Meter über dem Boden schweben die Reben an Drähten, gestützt von Granitpfeilern, die aus demselben Gestein stammen wie der Untergrund. Diese Höhe fördert die Luftzirkulation und verhindert Pilzkrankheiten wie Mehltau, die in der atlantischen Feuchtigkeit sonst gedeihen würden. Martín Códax bezieht Trauben aus den besten Subzonen: Val do Salnés mit seiner salzigen Mineralität, Condado do Tea mit seiner warmen Eleganz, O Rosal mit seinen exotischen Fruchtnoten. Jede Zone prägt den Wein anders, abhängig von Bodentyp und kleinräumigen Klimavariationen.

Der Atlantik greift direkt in die Weinberge hinein, manchmal nur wenige hundert Meter entfernt von den äußersten Reben. Diese Nähe schenkt den Weinen von Martín Códax ihre charakteristische Salinität, jene subtilen jodigen Noten, die wie ein Hauch von Meeresbrise schmecken. „Mar feito viño“ nennen es die Einheimischen poetisch: weingewordenes Meer. Granit, Pergola und Salzluft verschmelzen zu einer sensorischen Komplexität, die das Terroir in jedem Schluck erzählt. So entsteht Albariño, der mehr ist als nur Weißwein.

Atlantische Einflüsse auf die Rebsorte Albariño

Das Meer schreibt mit, jeden Tag aufs Neue. Zwischen 14 und 15°C Durchschnittstemperatur mögen andere Regionen als limitierend empfinden, doch für Albariño bei Martín Códax bedeutet diese kühle Konstanz das Gegenteil von Einschränkung. Die verlängerte Vegetationsperiode ermöglicht eine langsame, gleichmäßige Reifung, bei der sich Aromastoffe in aller Ruhe entwickeln können.

Diese klimatische Balance zwischen atlantischen Winden und galicischer Sonne hält die Säurestruktur präzise und lebendig. Marginale Klimabedingungen, wie sie hier herrschen, sind oft der Schlüssel für komplexe, langlebige Weißweine. Die phenolische Reife erreicht bei Albariño ihre charakteristische Intensität durch genau diese atlantische Prägung.

Die dickschaligen Beeren der Albariño zeigen eine perfekte evolutionäre Anpassung an die feuchten Meeresnähen. Ihre robuste Struktur schützt vor Botrytis und bewahrt dabei die intensive Aromatik von Zitrusfrüchten und floralen Noten. Diese natürliche Widerstandsfähigkeit macht Albariño zu mehr als nur einer regionalen Spezialität. Sie verbindet die Traube untrennbar mit ihrer galicischen Heimat und formt einen Wein von unverwechselbarem Charakter.

Weißweinkunst mit Tradition und Innovation

Bei Martín Códax versteht man Weinbereitung als Dialog zwischen Erfahrung und Neugier. Die Handlese in kleinen 20-Kilogramm-Körben ist hier nicht nostalgische Geste, sondern bewusste Entscheidung für Qualität. Jede Traube wird sorgfältig begutachtet, bevor sie den Weg in die Kellerei antritt. Diese vendimia manual schützt nicht nur die empfindliche Schale der Albariño-Beere, sondern bewahrt auch jene aromatische Frische, die das Wesen dieser Rebsorte ausmacht.

Im Keller setzt das Weingut auf Edelstahltanks mit temperaturkontrollierter Gärung. Diese moderne Technik dient einem klassischen Ziel: die primären Aromen der Traube in ihrer reinsten Form zu bewahren. Besonders beeindruckend ist die Mikrovinifikation, die für jede der über 1.400 Kleinstlagen einzeln erfolgt. Über 600 verschiedene Ansätze pro Jahrgang sind keine Seltenheit. Ein aufwendiges Verfahren, das aber die feinen Unterschiede verschiedener Terroir-Nuancen sichtbar macht.

Nach der Verkostung folgt die Assemblage, jene kunstvolle Komposition der verschiedenen Partien zu einem harmonischen Ganzen. Bewusst verzichtet man dabei auf die malolaktische Gärung, um die charakteristische, knackige Säure des Albariño zu erhalten. Innovation zeigt sich auch in der eigenen Hefeforschung: Ein hauseigenes Labor identifiziert die besten heimischen Hefestämme, die das natürliche Aromaprofil der Traube verstärken, ohne es zu verfälschen.

Das Ergebnis sind Albariño-Weine von bemerkenswerter Klarheit und vibrierender Frische, die das maritime Terroir Galiciens authentisch widerspiegeln. Sie verfügen über ein überraschendes Reifepotenzial von mehreren Jahren und beweisen, dass Tradition und technische Präzision keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen.

h_hbDie Weine von Martín Códax: Genuss, Pairing und als besonderes Geschenk

Salzigkeit prägt diese Albariño-Weine von der ersten Sekunde an. Die Mineralität aus den Granitböden von Rías Baixas verbindet sich mit jener knackigen Säurespannung, die reduktive Vergärung bei niedrigen Temperaturen erzeugt. Zitrusschale, grüner Apfel und Akazienblüte bilden das aromatische Gerüst, doch die Textur entscheidet über ihre kulinarische Vielseitigkeit. Bei 8 bis 10°C entfalten sie ihre volle Klarheit und zeigen, warum sie zu Meeresfrüchten eine so natürliche Verbindung eingehen.

Austern aus Galicien, gegrillter Pulpo à la feira oder eine traditionelle Paella de mariscos finden in diesen Weinen ihren idealen Partner. Die salzige Grundstruktur verstärkt die Meeresnoten, während die lebendige Säure Fett und Röstaromen ausbalanciert.

Als Geschenk verkörpern die Weine von Martín Códax mehr als nur galicische Weinkultur. Ihre elegante Präsentation und die Geschichte einer über Jahrhunderte gewachsenen Weinregion machen sie zu einer durchdachten Aufmerksamkeit für Weinenthusiasten. Wer Vielfalt bevorzugt, findet in hochwertigen Rotweinen eine spannende Alternative für andere Anlässe und Geschmackspräferenzen.vinovit-weingut-martn-cdax-03