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SPANIEN
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Spanien besitzt die größte Rebfläche der Welt und ist für seine charaktervollen Rotweine bekannt. Das Herz bildet die Rebsorte Tempranillo, doch das Land bietet weit mehr, von frischen Weißweinen vom Atlantik bis zum berühmten Sherry.
Die beiden bekanntesten Rotweinregionen Spaniens setzen beide auf Tempranillo, im Glas wirken sie aber verschieden. Der Rioja ist meist eleganter und oft mit Garnacha verschnitten, mit Aromen von Kirsche, Leder und Vanille. Die Ribera del Duero bringt aus fast reinem Tempranillo kräftigere, dunklere und konzentriertere Weine hervor.
| Merkmal | Rioja | Ribera del Duero |
|---|---|---|
| Rebsorte | Tempranillo, oft mit Garnacha | fast reiner Tempranillo |
| Stil | elegant, samtig | kräftig, dunkel |
| Status | DOCa, höchste spanische Stufe | DO |
Anders als in vielen Ländern verrät das spanische Etikett oft direkt, wie lange ein Wein gereift ist. Die Begriffe stehen für gesetzlich festgelegte Mindestreifezeiten in Fass und Flasche. Je höher die Stufe, desto länger durfte der Wein reifen und desto weicher und vielschichtiger ist er meist.
| Stufe | Gesamtreife | davon im Fass |
|---|---|---|
| Joven | jung, ohne Vorgabe | wenig oder kein Fass |
| Crianza | mindestens 24 Monate | mindestens 12 Monate |
| Reserva | mindestens 36 Monate | mindestens 12 Monate |
| Gran Reserva | mindestens 60 Monate | mindestens 18 Monate |
Berühmt, aber als Region nicht eigens hinterlegt, ist die Ribera del Duero im Norden.
Sherry, spanisch Jerez, ist eine der einzigartigsten Weinspezialitäten der Welt und stammt aus Andalusien rund um die Stadt Jerez de la Frontera. Anders als normaler Wein wird Sherry mit Weinbrand verstärkt und im sogenannten Soleraverfahren über viele Jahre miteinander verschnitten. So entsteht eine ganze Stilfamilie: der knochentrockene, unter einer Hefeschicht gereifte Fino und Manzanilla, der nussige Amontillado, der kräftige Oloroso und der dunkle, sehr süße Pedro Ximénez. Damit reicht Sherry vom perfekten Aperitif bis zum Begleiter von kräftigem Käse und Dessert.
Neben Rioja und Ribera del Duero lohnt der Blick auf weitere Gebiete. Das Priorat im Hinterland von Barcelona bringt aus alten Reben der Sorten Garnacha und Cariñena dichte, mineralische Rotweine hervor und gehört wie die Rioja zur höchsten Stufe DOCa. Toro und Jumilla stehen für kraftvolle, sonnenverwöhnte Rotweine zum fairen Preis. Im kühlen Norden punktet Galizien mit dem frischen Albariño, während Rueda für moderne, knackige Weißweine bekannt ist. Diese Bandbreite macht Spanien zu einem der spannendsten Weinländer Europas.
Die wichtigste rote Sorte ist Tempranillo, das Rückgrat von Rioja und Ribera del Duero. Daneben spielen die fruchtige Garnacha und der kräftige Monastrell aus dem Südosten eine große Rolle, ergänzt durch Graciano und Mazuelo in den klassischen Cuvées. Bei den Weißweinen führen der frische Albariño aus Galizien und der knackige Verdejo aus Rueda. Einen Überblick geben die Kategorien der roten und weißen Rebsorten.
Spanien ist mit charaktervollen Bodegas in unserem Sortiment vertreten. Aus der Rioja stammt Eguren Ugarte, aus Galizien der für seinen Albariño bekannte Martín Códax, aus der Ribera del Duero Bodegas Comenge und aus Andalusien das auf Sherry spezialisierte Barbadillo. Alle Erzeuger versammeln sich unter den spanischen Weingütern.
Spaniens Weine sind für die geselligen Tische des Landes gemacht:
Tempranillo ist die wichtigste rote Rebsorte Spaniens. Der Name leitet sich von temprano für früh ab, weil die Traube früh reift. Ihre Weine zeigen Aromen von Kirsche, Leder und Tabak, dazu weiche Tannine und eine moderate Säure.
Nein. Rioja ist eine Weinregion im Norden Spaniens, keine Rebsorte. Die Hauptsorte der Region ist Tempranillo, oft ergänzt durch Garnacha, Graciano und Mazuelo.
Ein Rioja Crianza ist ein idealer Einstieg: samtig, fruchtig und mit dezenter Holznote, dabei meist preislich attraktiv. Wer es frischer mag, greift zu einem Albariño aus Galizien.