Fiano schmeckt trocken, aromatisch und vielschichtig, mit feiner Säure und gutem Körper. Charakteristisch sind nussige und leicht honigartige Noten, die sich mit der Reife verstärken.
Typische Aromen:
Fiano stammt aus Kampanien, sein Aushängeschild ist der Fiano di Avellino DOCG aus den vulkanischen Hügeln rund um Avellino. Die Höhenlagen geben den Weinen Frische und Mineralität. Weitere Sorten dieser Herkunft finden sich unter den italienischen Weißweinen.
Für einen Weißwein aus dem Süden ist Fiano ungewöhnlich langlebig. Gute Fiano di Avellino entwickeln sich über fünf bis zehn Jahre und gewinnen dabei an nussiger, honigartiger Tiefe. Damit gehört Fiano zu den wenigen süditalienischen Weißweinen, die man bewusst reifen lassen kann.
Bei 10 bis 12 °C serviert ist Fiano ein vielseitiger Begleiter auch kräftigerer Gerichte:
Erzeuger finden sich unter den italienischen Weingütern.
Beide sind körperreiche Weißweine mit Birnen und Nussnoten. Fiano wirkt würziger und mineralischer und altert besser, der Grauburgunder ist oft etwas weicher und runder.
| Merkmal | Fiano | Grauburgunder |
|---|---|---|
| Aromatik | Birne, Haselnuss, Honig | Birne, Mandel, mild |
| Charakter | würzig, mineralisch | weich, rund |
| Reifepotenzial | sehr gut | eher jung |
Eine Übersicht aller Sorten bietet die Kategorie weiße Rebsorten.
Fiano wird überwiegend trocken ausgebaut. Edelsüße Varianten gibt es, sie sind aber die Ausnahme.
Fiano ist eine uralte Rebsorte, die schon die Römer kannten und die in den 1970er Jahren fast verschwunden war. Engagierte Winzer haben sie gerettet, heute gilt sie als eine der edelsten Weißweinreben Süditaliens.