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Weingut

Château Branaire-Ducru

Château Branaire-Ducru ist der Beweis, dass große Bordeaux nicht laut sein müssen: Das Vierte Grand Cru Classé aus Saint-Julien, gegenüber von Beychevelle gelegen, setzt seit Jahrzehnten auf Frische, Frucht und Finesse statt auf Wucht – und gilt Kennern als einer der verlässlichsten Werte des Médoc.
Château Branaire-Ducru ist der Beweis, dass große Bordeaux nicht laut sein müssen: Das Vierte Grand Cru Classé aus Saint-Julien, gegenüber von Beychevelle gelegen, setzt seit Jahrzehnten auf Frische, Frucht und Finesse statt auf Wucht – und gilt Kennern als einer der verlässlichsten Werte des Médoc.

Château Branaire-Ducru – Saint-Julien mit Handschrift statt Muskeln

Direkt am Ortseingang von Saint-Julien, dem berühmten Château Beychevelle gegenüber, liegt Château Branaire-Ducru – 1855 als Quatrième Grand Cru Classé klassifiziert und bis heute im Ruf, einer der klügsten Käufe des Médoc zu sein. Der Doppelname erzählt die Geschichte des Guts: „Branaire" geht auf das Gut Braneyre aus dem 17. Jahrhundert zurück, „Ducru" auf Gustave Ducru, der es im 19. Jahrhundert prägte. Rund 60 Hektar Kiesböden über Lehm bilden das Fundament für einen der charaktervollsten Weine der Weinregion Bordeaux.

Wofür ist Branaire-Ducru bekannt?

Für einen Stil, der bewusst gegen den Strom schwimmt: Während viele Nachbarn auf Konzentration und Kraft setzen, kultiviert Branaire-Ducru Frische, klare Frucht und Eleganz – „fruit, freshness, finesse" ist das erklärte Credo des Hauses. Seit 1988 gehört das Gut der Familie Maroteaux; unter Patrick Maroteaux, dem langjährigen Präsidenten der Union des Grands Crus, stieg es zurück in die Spitzengruppe auf, heute führt sein Sohn François-Xavier das Erbe fort.

Ein neuer Keller für parzellengenaue Präzision

Branaire-Ducru war 1991 eines der ersten Güter des Médoc, das vollständig per Schwerkraft arbeitete – ohne Pumpen, zum Schutz der Frucht. Diese Pionierrolle wurde jüngst erneuert: Die neue Kellerei verdoppelte die Zahl der Gärbehälter auf über 60, sodass jede Parzelle der 60 Hektar einzeln vinifiziert werden kann. Cabernet Sauvignon dominiert die Weinberge, ergänzt um Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot; der Zweitwein Duluc de Branaire-Ducru macht den Hausstil früher zugänglich.

Häufige Fragen zu Château Branaire-Ducru

Welche Klassifikation hat Château Branaire-Ducru?

Das Gut wurde 1855 als Quatrième Grand Cru Classé klassifiziert und gehört damit zu den elf klassifizierten Gütern der Appellation Saint-Julien.

Woher kommt der Doppelname Branaire-Ducru?

„Branaire" leitet sich vom historischen Gut Braneyre ab, das im 17. Jahrhundert aus dem Besitz von Beychevelle hervorging; „Ducru" ergänzte Gustave Ducru im 19. Jahrhundert. Der Name verbindet also Ursprung und prägenden Besitzer.

Wem gehört Château Branaire-Ducru?

Seit 1988 der Familie Maroteaux. Patrick Maroteaux machte das Gut wieder zu einer festen Größe des Médoc; heute leitet sein Sohn François-Xavier Maroteaux das Château.