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Weingut

Château Chasse-Spleen

Château Chasse-Spleen aus Moulis-en-Médoc trägt einen Namen, der Programm ist: der Wein, der die Schwermut vertreibt. Das Familiengut unter Céline Villars-Foubet zählt seit Generationen zu den verlässlichsten Adressen des Médoc – oft auf dem Niveau klassifizierter Gewächse, ohne deren Preisschild.
Château Chasse-Spleen aus Moulis-en-Médoc trägt einen Namen, der Programm ist: der Wein, der die Schwermut vertreibt. Das Familiengut unter Céline Villars-Foubet zählt seit Generationen zu den verlässlichsten Adressen des Médoc – oft auf dem Niveau klassifizierter Gewächse, ohne deren Preisschild.

Château Chasse-Spleen – das Médoc-Gut, das die Schwermut vertreibt

In Moulis-en-Médoc, der kleinsten Appellation des Médoc zwischen Margaux und Saint-Julien, liegt ein Gut mit dem wohl poetischsten Namen von Bordeaux: Château Chasse-Spleen – wörtlich „vertreibt die Schwermut". Der Legende nach geht der Name auf die Dichter Lord Byron beziehungsweise Charles Baudelaire zurück, deren „Spleen" der Wein kurieren sollte; verbürgt ist die Anekdote nicht, doch sie prägt das Selbstverständnis des Hauses bis heute. Geführt wird das Familiengut von Céline Villars-Foubet, die die Weine mit ruhiger Konsequenz an der Spitze der Weinregion Bordeaux hält.

Ist Château Chasse-Spleen ein klassifiziertes Gewächs?

Nein – und genau darin liegt sein Reiz. Moulis wurde 1855 nicht klassifiziert, doch Chasse-Spleen wurde immer wieder als „Cru Bourgeois Exceptionnel" eingestuft und gilt seit Jahrzehnten als das Paradebeispiel für ein Gut, das qualitativ mit klassifizierten Châteaux konkurriert, preislich aber darunter bleibt. Für viele Bordeaux-Kenner ist Chasse-Spleen deshalb einer der klügsten Käufe des gesamten Médoc.

Terroir zwischen Kies und Kalk

Die Weinberge verteilen sich auf die typischen Kieskuppen von Moulis mit Anteilen von Lehm und Kalk. Cabernet Sauvignon und Merlot prägen die Rotweine, die für ihre dunkle Frucht, feste Struktur und ihre bemerkenswerte Konstanz über die Jahrgänge geschätzt werden. Eine Besonderheit leistet sich das Gut obendrein: Auf vier Hektar sandig-lehmiger Böden wachsen weiße Reben – mitten im Rotwein-Land Médoc.

Der Blanc de Chasse-Spleen: weiße Rarität im Médoc

Weil die Appellation Moulis nur Rotwein zulässt, kommt der Blanc de Chasse-Spleen als Bordeaux Blanc auf die Flasche – eine von kaum einem Dutzend weißen Cuvées im gesamten Médoc. Aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle entsteht in Edelstahl und neuen Barriques ein vinifizierter Geheimtipp, von dem jährlich nur rund 500 Kisten abgefüllt werden. Erst 1995 wagte die Familie die erste Vermarktung; heute zählt der Blanc zu den gesuchtesten weißen Weinen des Médoc.

Häufige Fragen zu Château Chasse-Spleen

Woher kommt der Name Chasse-Spleen?

Der Name bedeutet „vertreibt die Schwermut". Die populäre Erzählung verbindet ihn mit Lord Byron oder Charles Baudelaire, deren Melancholie („Spleen") der Wein vertrieben haben soll – eine charmante, wenn auch nicht verbürgte Legende.

Welche Klassifikation hat Château Chasse-Spleen?

Chasse-Spleen gehört nicht zur 1855er-Klassifikation, da Moulis damals nicht berücksichtigt wurde. Das Gut wurde jedoch wiederholt als Cru Bourgeois Exceptionnel eingestuft und spielt qualitativ seit Jahrzehnten auf dem Niveau klassifizierter Gewächse.

Macht Château Chasse-Spleen auch Weißwein?

Ja, den Blanc de Chasse-Spleen aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Da Moulis nur Rotwein erlaubt, trägt er die Appellation Bordeaux Blanc – eine Rarität, von der nur etwa 500 Kisten pro Jahr entstehen.