Welche Weine kommen aus Württemberg?
Württemberg rund um Stuttgart und den Neckar ist Deutschlands rotweinstärkstes Anbaugebiet. Während der Rest des Landes für Weißwein bekannt ist, dominieren hier rote Reben, eingebettet in eine lebendige Weinkultur, in der das Viertele zum Alltag gehört. Diese Sorten prägen die Region:
- Trollinger: der leichte, fruchtige Alltagsrotwein der Schwaben
- Lemberger: kräftiger und strukturierter, mit dunkler Frucht
- Spätburgunder: elegant und samtig
- Riesling: der wichtigste Weißwein, frisch und mineralisch
Warum ist Württemberg ein Rotweinland?
Anders als die meisten deutschen Gebiete setzt Württemberg seit jeher auf Rotwein. Die geschützten Tallagen am Neckar und seinen Seitentälern speichern Wärme und lassen rote Trauben gut ausreifen. So entstand eine Tradition, in der Trollinger und Lemberger den Ton angeben statt Riesling allein.
| Merkmal | Trollinger | Lemberger |
|---|
| Charakter | leicht, fruchtig, hell | kräftig, dunkel, würzig |
| Tannin | gering | fest |
| Anlass | Vesper und Alltag | Braten und festliche Küche |
Wozu passen Weine aus Württemberg?
Die Weine sind für die schwäbische Küche gemacht. Ein Trollinger passt zu Vesper, Maultaschen und Wurstsalat, der kräftige Lemberger trägt Rostbraten und Schmorgerichte, und ein frischer Riesling begleitet Spätzle und helles Fleisch. Die Betriebe der Region finden Sie unter den deutschen Weingütern.
Häufige Fragen
Ist Trollinger ein typischer Württemberger?
Ja, der Trollinger gilt als Nationalgetränk der Schwaben und wächst fast ausschließlich in Württemberg.
Was ist Lemberger?
Eine kräftige rote Rebsorte, andernorts auch Blaufränkisch genannt, die in Württemberg strukturierte, lagerfähige Rotweine ergibt.