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29.07.26

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Schönste Reiseziele in deutschen Weinregionen: 10 Orte, die Du unbedingt erleben musst

Wer schon einmal vor der Frage stand, wohin das nächste Wochenende gehen soll, kennt das Problem: Es gibt 13 Anbaugebiete, unzählige Weindörfer und viel zu wenig Zeit.

Deshalb haben wir in diesem Artikel das Angebot sortiert und stellen die Top zehn Orte vor, die sich für einen Kurztrip besonders lohnen. Du findest Hinweise zu Landschaft, Weinstil und der besten Reisezeit, damit du als Reisende bzw. als Reisender einfach nur noch packen und losfahren musst.

1) Bremm an der Mosel – Weinbergpfade rund um den steilen Calmont

Blick über Weinbergpfade und terrassierte Rebhänge auf die Moselschleife bei Bremm und den steilen Calmont.

Bremm ist das richtige Ziel für alle, die Wein und Wandern verbinden wollen. Der Ort liegt an einer weiten Moselschleife, direkt unterhalb des Calmont – einem der steilsten Weinberge Europas.

Wer oben steht, blickt auf den Fluss, die Terrassen und die Dächer des Dorfes. Der Aufstieg lohnt sich also, auch wenn die Waden hinterher etwas zu erzählen haben.

Die bekannteste Route ist der Calmont-Klettersteig. Leitern, Stahlseile und schmale Felspassagen gehören dazu, weshalb Trittsicherheit und festes Schuhwerk hier keine Empfehlung, sondern Pflicht sind.

Wer es ruhiger mag, findet Alternativen. Der Calmont-Höhenweg führt ohne Kletterstellen über die Hänge, und der Bergschluchtenpfad gilt als familienfreundlich.

Warum ist der Wein von hier so besonders? Die Schieferböden speichern Wärme, die Hänge fangen viel Sonne ein – gute Bedingungen für Riesling mit klarer Säure und deutlicher Mineralität.

Praktischer Tipp: Viele Winzer im Dorf öffnen ihre Höfe für Verkostungen. Nach der Tour lässt sich eine Probe also gut mit einer Pause an der Mosel verbinden.

Frühjahr und Herbst sind angenehm, weil die Felsen im Sommer stark aufheizen.

2) Bernkastel-Kues – Fachwerkromantik und Riesling an der Mosel

Historische Fachwerkhäuser von Bernkastel-Kues am Ufer der Mosel, umgeben von grünen Riesling-Weinbergen.

Wer Fachwerkhäuser und guten Riesling in einem Ort sucht, ist in Bernkastel-Kues an der Mittelmosel richtig. Das Städtchen liegt direkt am Fluss, umgeben von steilen Weinbergen.

Der bekannteste Platz ist der Marktplatz mit seinen schmalen, schiefen Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Besonders beliebt bei Fotografen ist das winzige Spitzhäuschen, das aussieht, als würde es gleich umkippen.

Über der Stadt thront die Burgruine Landshut. Der Aufstieg dauert je nach Tempo etwa 20 bis 30 Minuten – und wird mit einem Blick über das Moseltal belohnt.

Und der Wein? Die Lagen rund um den Ort gehören zu den bekanntesten Deutschlands. Namen wie Bernkasteler Doctor, Graben oder Wehlener Sonnenuhr stehen für Rieslinge mit klarer Säure und Mineralität.

In der Mosel-Vinothek im Kueser Stadtteil lassen sich viele dieser Weine an einem Ort probieren. Wer lieber direkt beim Winzer verkostet, findet in der Umgebung zahlreiche kleine Familienbetriebe.

Ein Tipp für die Planung: Anfang September findet das Weinfest der Mittelmosel statt. Wer es ruhiger mag, reist besser im Mai, Juni oder im späten Oktober.

3) Rüdesheim am Rhein – Drosselgasse und Aussicht über das Rheintal

Historische Gasse in Rüdesheim mit Fachwerkhäusern, Weinbergen und Blick über den Rhein.

Rüdesheim am Rhein lohnt sich vor allem für zwei Dinge: die Drosselgasse mit ihren Weinlokalen und den weiten Blick über das Mittelrheintal vom Niederwalddenkmal.

Die Drosselgasse ist nur wenige Hundert Meter lang und verbindet die Oberstraße mit der Rheinuferpromenade. Fachwerkhäuser, Weinstuben, Souvenirläden und Live-Musik prägen das Bild. Rund drei Millionen Menschen kommen jedes Jahr hierher.

Wer es ruhiger mag, plant den Besuch besser am Morgen oder außerhalb der Hauptsaison. Abends wird es in den Gassen deutlich lebhafter.

Oberhalb der Stadt wartet das Niederwalddenkmal. Die Seilbahn führt über die Weinberge nach oben und braucht dafür nur wenige Minuten.

Von dort oben sehen Besucher den Rhein, die Weinberge und die Nachbarorte auf der anderen Flussseite. Das Gebiet gehört zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, nutzt einen der Weinbergwege. Der Aufstieg dauert etwa eine halbe Stunde und ist gut ausgeschildert.

Im Glas landet in Rüdesheim meist Riesling. Die steilen Schieferlagen am Rhein gelten als sehr gute Bedingungen für diese Rebsorte.

Eine Schifffahrt auf dem Rhein passt gut als Ergänzung zum Tag.

4) Bacharach am Mittelrhein – Burgen, Weinberge und mittelalterliches Flair

Panorama von Bacharach am Rhein mit Fachwerkhäusern, Weinbergen und einer mittelalterlichen Burg.

Bacharach ist der Ort, an dem Rheinromantik am dichtesten spürbar wird: mittelalterliche Stadtmauer, Fachwerkhäuser, steile Weinberge und über allem die Burg Stahleck.

Das Städtchen liegt am linken Rheinufer zwischen Bingen und Koblenz, mitten im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Wer hier ankommt, merkt schnell: Es geht gemütlich zu.

Die Burg Stahleck thront auf einem Felsen über den Dächern und dient heute als Jugendherberge. Der Aufstieg dauert nur wenige Minuten, und der Blick ins Rheintal ist die Mühe wert.

Auch der Rundweg auf der alten Stadtmauer lohnt sich. Er führt an Wehrtürmen vorbei und liefert immer neue Perspektiven auf Dächer, Reben und Fluss.

Und der Wein? Am Mittelrhein dominiert der Riesling, der an den steilen Schieferhängen reift. Viele Winzer schenken direkt im Ort aus, oft in kleinen Höfen oder Weinstuben mit wenigen Tischen.

Wanderfreunde nehmen den RheinBurgenWeg. Die Etappe nach Oberwesel ist rund 14 Kilometer lang und verbindet Weinberge, Wald und Burgblicke.

Ein Tipp für Genießer: Die ruhigsten Stunden liegen früh am Morgen, bevor die Tagesgäste kommen.

5) Cochem an der Mosel – Reichsburg, Uferpromenade und Weingenuss

Blick auf die Reichsburg Cochem über der Mosel mit Uferpromenade und Weinbergen.

Cochem lohnt sich vor allem wegen drei Dinge: der Reichsburg hoch über dem Ort, der Promenade direkt an der Mosel und den Rieslingweinen aus den Steillagen ringsum.

Die Reichsburg thront rund 100 Meter über der Stadt. Wer sie besucht, sollte etwas Zeit für den Aufstieg einplanen – oder das Burg-Shuttle nehmen. Führungen zeigen die alten Räume, und der Blick ins Moseltal ist von dort besonders weit.

Unten in der Altstadt reihen sich Fachwerkhäuser um den Marktplatz. Enge Gassen, kleine Cafés, Weinstuben: Das Zentrum ist klein genug, um es zu Fuß zu erkunden.

Und die Uferpromenade? Sie verläuft direkt am Fluss und ist der ruhigste Teil des Besuchs. Von hier starten auch Ausflugsschiffe, zum Beispiel Richtung Beilstein oder Traben-Trarbach.

Ein Klassiker für Weinfreunde ist die Sesselbahn zum Pinnerkreuz. Oben trifft man auf Aussicht und Wanderwege durch die Weinberge.

Beste Reisezeit: September und Oktober, wenn gelesen wird und die Weinfeste laufen. Wer Ruhe mag, kommt besser im Frühjahr – dann sind die Gassen deutlich leerer.

6) Traben-Trarbach – Jugendstil, Kellergewölbe und Moselpanorama

Historische Gebäude, ein Weinkeller, die Mosel und Weinberge bei Traben-Trarbach.

Traben-Trarbach lohnt sich für alle, die Jugendstil-Architektur, alte Weinkeller und Aussichten auf die Mosel in einer kleinen Stadt verbinden wollen.

Die Doppelstadt liegt an beiden Ufern der Mittelmosel, umgeben von steilen Weinbergen. Um 1900 war sie ein wichtiger Handelsplatz für Wein. Mit dem Geld entstanden Villen und Hotels, viele davon nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Möhring.

Wer heute durch die Straßen geht, entdeckt diese Häuser neben barocken und klassizistischen Gebäuden. Das Brückentor an der Moselbrücke ist eines der bekanntesten Bauwerke.

Unter der Stadt liegt ein weiteres Kapitel: ein weit verzweigtes Netz aus alten Kellergewölben, in denen früher Fässer lagerten. Ein Teil davon kann bei Führungen besichtigt werden.

Und das Panorama? Dafür führt der Weg hinauf zur Burgruine Grevenburg über Trarbach. Von dort lässt sich die Flussschleife gut überblicken.

Auf der anderen Seite liegen die Reste der Festung Mont Royal, die Ludwig XIV. errichten ließ. Auch dort gibt es einen weiten Blick über das Tal.

Ein Tipp für die Planung: Die Weinfeste im Sommer und Herbst füllen die Unterkünfte schnell.

7) Eltville am Rhein – Kurfürstliche Burg und Rheingauer Riesling

Die Kurfürstliche Burg in Eltville am Rhein liegt neben Weinbergen am Ufer des Rheins.

Eltville am Rhein ist das ideale Ziel für alle, die mittelalterliche Architektur und erstklassigen Riesling an einem Ort erleben wollen. Wahrzeichen der Stadt ist die Kurfürstliche Burg direkt am Rheinufer.

Die Burg entstand im 14. Jahrhundert, nachdem eine ältere Turmburg an dieser Stelle im Zollkrieg zerstört worden war. Heute lässt sich ihr Wohnturm besteigen – von der Wehrplattform aus fällt der Blick über den Fluss und die Weinberge.

Was macht den Burghof so besonders? Hinter hohen Mauern liegen ein alter Brunnen, eine große Platane und Rosenanlagen. Diese brachten Eltville 1988 den Titel „Rosenstadt" ein.

Rund um die Stadt wächst der Wein, für den der Rheingau bekannt ist: Riesling. Viele Weingüter und Sektkellereien liegen wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt und laden zu Proben ein.

Ein Spaziergang durch die Gassen lohnt sich ebenfalls. Fachwerkhäuser, kleine Höfe und die restaurierte Altstadt liegen dicht beieinander, sodass sich alles gut zu Fuß erkunden lässt.

Wer die Weinberge im warmen Abendlicht sehen möchte, plant den Besuch am besten für den späten Nachmittag – gefolgt von einem Bummel über die Rheinpromenade.

8) Deidesheim in der Pfalz – Winzerhöfe, Genuss und die Deutsche Weinstraße

Historische Winzerhöfe in Deidesheim, umgeben von Weinbergen und bewaldeten Hügeln der Pfalz.

Deidesheim ist das Ziel für alle, die Riesling, gutes Essen und Fachwerkgassen an einem Ort suchen. Der Ort liegt mitten an der Deutschen Weinstraße, geschützt von den Bergen der Haardt.

Wer hier ankommt, merkt schnell: Weinbau ist kein Nebenschauplatz, sondern Alltag. Rund um den historischen Ortskern reihen sich Winzerhöfe, kleine Weinstuben und Gutsausschänke aneinander.

Bekannte Weingüter laden zu Verkostungen ein. Neben trockenem Riesling lohnt auch ein Blick auf Spätburgunder, Sekt und regionale Brände.

Und das Essen? Deidesheim hat sich einen Namen als Genussort gemacht – von der bodenständigen Saumagen-Portion bis zur Sterneküche ist die Spanne groß.

Zwischen den Mahlzeiten bieten sich Wanderungen durch die Weinberge oder eine Radtour entlang der Weinstraße an. Wer weiter fahren möchte, erreicht das Hambacher Schloss bei Neustadt und den Kaiserdom in Speyer in kurzer Zeit.

Ein Tipp für Besucher: Im Sommer und Herbst finden viele Weinfeste statt, dann wird es im Ort deutlich voller. Ruhiger ist es im Frühling oder an Wochentagen – und Zimmer sind dann meist leichter zu bekommen.

9) Neustadt an der Weinstraße – Weinorte, Mandelblüte und Pfälzerwald

Blühende Mandelbäume und Weinberge vor einem malerischen Dorf am Rand des Pfälzerwaldes.

Wer Wein, Frühlingsblüten und Wald in einem Reiseziel sucht, ist in Neustadt an der Weinstraße richtig. Der Ort liegt mitten in der Pfalz, etwa in der Mitte der Deutschen Weinstraße und direkt am Rand des Pfälzerwaldes.

Zu Neustadt gehören neun Weindörfer. Dort reihen sich Winzerhöfe, Höfe mit Straußwirtschaften und Weinberge aneinander – ideal für alle, die Riesling oder Spätburgunder lieber vor Ort probieren als im Supermarkt kaufen.

Besonders bekannt ist die Region für ihre Mandelblüte. Im späten Winter und frühen Frühjahr färben sich die Mandelbäume entlang der Wege und in den Weinbergen rosa, und der Pfälzer Mandelpfad führt Wanderer mitten hindurch.

Wie kommt es, dass Mandeln ausgerechnet hier gedeihen? Das milde Klima am Haardtrand mit vielen Sonnenstunden macht es möglich – deshalb spricht man gern vom frühesten Frühling Deutschlands.

Oberhalb der Stadt liegt das Hambacher Schloss, ein wichtiger Ort der deutschen Demokratiegeschichte. Von dort reicht der Blick weit in die Rheinebene.

Für Aktive bietet der Pfälzerwald als UNESCO-Biosphärenreservat schattige Wanderwege, Burgruinen und einfache Waldhütten mit deftiger Pfälzer Küche.

10) Würzburg in Franken – Residenz, Mainufer und Weinlagen am Stein

Panoramablick auf Würzburg mit Weinbergen am Würzburger Stein, dem Main und der historischen Residenz.

Würzburg lohnt sich, weil hier Barock, Fluss und Weinberg auf wenigen Quadratkilometern zusammenkommen. Wer nur einen Tag Zeit hat, bekommt trotzdem viel zu sehen.

Der bekannteste Bau ist die Würzburger Residenz. Das Barockschloss gehört seit 1981 zum UNESCO-Welterbe und liegt am östlichen Rand der Altstadt. Berühmt ist vor allem das große Deckenfresko von Tiepolo im Treppenhaus.

Vom Schloss sind es nur ein paar Minuten bis zum Main. Auf der Alten Mainbrücke stehen Einheimische und Gäste gern mit einem Glas Silvaner in der Hand und schauen hinauf zur Festung Marienberg.

Nördlich der Altstadt beginnt der Würzburger Stein. Diese Einzellage zählt mit rund 85 Hektar zu den größten zusammenhängenden Weinlagen Deutschlands, und ein Wanderweg führt mitten hindurch.

Wer Wein probieren möchte, findet in der Stadt gleich mehrere große Weingüter, darunter Juliusspital, Bürgerspital und den Staatlichen Hofkeller. Viele davon bieten Führungen und Verkostungen an.

Ein Tipp für Kurzentschlossene: Die Wege in Würzburg sind kurz, ein Auto braucht kaum jemand. Zwischen Residenz, Mainufer und Weinberg liegen jeweils nur wenige Gehminuten.

Reiseplanung für genussvolle Tage zwischen Reben

Weinreben vor einem historischen Dorf in einer hügeligen deutschen Weinlandschaft, mit einem gedeckten Tisch im Vordergrund.

Wer zwischen Rebzeilen unterwegs sein will, braucht keine Monate Vorlauf – aber ein paar Entscheidungen lohnen sich früh: der richtige Monat, die passende Anreise und ein Platz bei der Weinprobe.

Beste Reisezeit für Weinregionen

Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. Wer Weinfeste und Lesestimmung sucht, reist im September oder Oktober – dann laufen Weinlese und Federweißer-Saison.

Im Mai und Juni sind die Weinberge grün, die Wege leer und die Hotelpreise niedriger als im Hochsommer. Ideal für alle, die lieber wandern als feiern.

Der Juli und August bringen Hitze in Steillagen wie an der Mosel oder am Mittelrhein. Da starten Weinwanderungen besser früh am Morgen.

Und der Winter? Von November bis März schließen viele Vinotheken oder öffnen nur nach Absprache. Dafür gibt es ruhige Kellerproben und günstige Übernachtungen.

Zeitraum Was erwartet Reisende
Mai–Juni Grüne Weinberge, wenig Andrang, milde Temperaturen
Juli–August Weinfeste, warme Abende, teils sehr heiß
September–Oktober Weinlese, Federweißer, klare Sicht über die Täler
November–April Ruhige Kellerproben, viele Betriebe nur mit Termin

 

Anreise und Mobilität vor Ort

Für einen Wochenendtrip gehören bequeme Wanderschuhe, ein Weinkoffer oder Flaschenschutz und eine Regenjacke ins Gepäck – vorab gebucht werden sollten Unterkunft, Weinprobe und, falls nötig, ein Shuttle oder Taxi.

Die meisten Weinregionen lassen sich gut mit der Bahn erreichen. Rheingau, Mosel und Mittelrhein haben Bahnhöfe direkt am Fluss, dazu Fahrradmitnahme und Fähren.

Vor Ort gilt: Wer Wein probiert, fährt nicht selbst. Viele Weingüter arbeiten mit Weintaxis, Winzer-Shuttles oder Ruftaxis, die man einen Tag vorher bestellt.

Praktisch sind auch Gästekarten, etwa in der Pfalz oder in Baden. Sie enthalten oft die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn.

Was sonst noch früh gebucht werden sollte:

  • Weinproben und Kellerführungen – kleine Betriebe nehmen oft nur Gruppen mit Termin
  • Unterkunft im September/Oktober – Lesezeit ist Hochsaison
  • E-Bike oder Leihrad – vor allem in Steillagen schnell ausgebucht
  • Tisch im Weingut-Restaurant – viele öffnen nur an wenigen Tagen pro Woche

Weinerlebnisse richtig genießen

Eine gelungene Weinreise lebt von guter Vorbereitung: rechtzeitig gebuchte Verkostungen, verlässliche Ansprechpartner vor Ort und die Bereitschaft, auch mal in einer kleinen Straußwirtschaft statt im großen Weingut einzukehren.

Weinproben entspannt planen

Am besten planen Weinreisende zwei bis drei Wochen im Voraus – kleine Familienweingüter öffnen ihre Vinothek oft nur nach Terminabsprache.

Wer stellt gute Weinreisen zusammen? In erster Linie die regionalen Tourismusverbände wie Mosellandtouristik, Pfalz.Touristik oder Rheinhessen-Touristik. Sie bieten fertige Pakete mit Übernachtung, Verkostung und geführter Wanderung. Auch ausgebildete Weinerlebnisführer begleiten Gruppen durch die Weinberge.

Ein paar Regeln machen den Tag angenehmer:

  • Maximal zwei Weingüter pro Tag – mehr überfordert Gaumen und Kopf.
  • Spuckglas nutzen, es ist kein Zeichen von Unhöflichkeit.
  • Fahrer festlegen oder auf Weinwanderwege und Regionalbahnen setzen.
  • Verkostungsgebühren von 15 bis 30 Euro sind üblich, oft werden sie beim Flaschenkauf angerechnet.

Zur Lesezeit im September und Oktober haben Winzer wenig Zeit für Besuch. Das Frühjahr ist ruhiger.

Übernachten, essen und regionale Spezialitäten entdecken

Die besten Geheimtipps kommen direkt vom Winzer, von der örtlichen Tourist-Info oder von Gastgebern im Weingut – dort erfahren Gäste, welche Straußwirtschaft gerade geöffnet hat.

Übernachten lässt es sich gut in Winzerhöfen mit Gästezimmern. Sie kosten meist weniger als Hotels, und beim Frühstück gibt es Tipps aus erster Hand.

Diese saisonalen Gaststätten der Winzer heißen je nach Region anders:

Region Name Typisches Gericht
Pfalz, Rheinhessen Straußwirtschaft Pfälzer Saumagen
Württemberg Besenwirtschaft Maultaschen
Franken Heckenwirtschaft Blaue Zipfel
Baden Besenwirtschaft Flammkuchen

 

Im Herbst gehören Federweißer und Zwiebelkuchen fast überall dazu.

An der Mosel lohnt sich der Weinbergpfirsich als Likör oder Marmelade. Wer plant, sollte die örtlichen Weinfeste im Blick behalten – dort schenken viele Betriebe an einem Abend aus.

Weitere häufig gestellte Fragen zu Deutschlands schönsten Wein-Reisezielen

Rund um Weinreisen tauchen immer die gleichen Fragen auf: Welche Region passt für ein Wochenende, wo gibt es fertige Pakete, wie kommen Reisende ohne Auto von Verkostung zu Verkostung – und welches Weingut ist eigentlich das bekannteste? Hier die kurzen Antworten, mit ein paar praktischen Hinweisen zu Mosel, Rheingau und Mittelrhein.

Welche deutsche Weinregion ist die beste für einen Kurzurlaub?

Für Kurzurlaube liegt die Mosel vorn: Bernkastel-Kues, Cochem und Bremm liegen nah beieinander und sind gut per Bahn erreichbar.

Wer nur zwei oder drei Tage Zeit hat, spart hier viel Fahrzeit. Zwischen den Orten liegen oft nur 20 bis 40 Kilometer.

Die Pfalz ist die zweite gute Wahl, vor allem wegen der Deutschen Weinstraße und der vielen Weinfeste. Der Rheingau punktet mit kurzen Wegen zwischen Wiesbaden und Rüdesheim.

Und der Mittelrhein? Der ist ideal für alle, die Burgen mögen. Bacharach lässt sich sogar an einem Tag von Koblenz oder Mainz aus besuchen.

Wo finde ich vorgefertigte Weinreisen durch die deutschen Weinregionen?

Fertige Weinreisen bieten die Tourismusverbände der 13 Anbaugebiete, spezialisierte Reiseveranstalter und viele Weingüter direkt an.

Die Regionalportale wie Mosellandtouristik, Rheingau Tourismus oder Pfalz Touristik stellen Pauschalpakete zusammen. Darin stecken meist Übernachtung, zwei bis drei Verkostungen und eine geführte Wanderung.

Auch Flusskreuzfahrten auf Rhein und Mosel enthalten oft Kellerbesuche. Wer lieber wandert, findet Pakete mit Gepäcktransport von Etappe zu Etappe.

Ein Tipp: Winzerhöfe verkaufen häufig eigene Arrangements mit Zimmer, Frühstück und Probe. Diese Angebote stehen selten auf großen Buchungsportalen, dafür aber auf der Website des Betriebs.

Wie plane ich eine Weinreise mit Verkostungen, ohne selbst fahren zu müssen?

Bahn, Schiff und geführte Touren machen es möglich – an Mosel und Rhein verlaufen die Bahnstrecken direkt am Fluss.

Die Regionalbahn zwischen Koblenz und Trier hält in vielen Weinorten. Am Mittelrhein fahren Züge auf beiden Rheinseiten, dazu kommen Fähren und die Schiffe der Köln-Düsseldorfer.

In der Saison gibt es Weinwanderbusse und Rufbusse, die kleinere Winzerdörfer anbinden. Ein Blick in den Fahrplan lohnt sich vorher, weil manche Linien nur am Wochenende fahren.

Für Gruppen sind Weinwanderungen mit Guide praktisch: Die Route endet meist im Weingut, und der Rückweg ist geplant. Wer flexibel bleiben will, nutzt das Fahrrad – der Moselradweg ist flach und führt an vielen Höfen vorbei.

Wo steht das berühmteste Weingut Deutschlands?

Schloss Johannisberg im Rheingau gilt als bekanntestes Weingut Deutschlands. Dort entstand um 1720 der erste reine Riesling-Weinberg.

Das Schloss liegt bei Geisenheim, nur wenige Kilometer von Rüdesheim entfernt. Von der Terrasse reicht der Blick über die Weinberge bis zum Rhein.

Bekannt ist der Ort auch für die Spätlese: 1775 soll die späte Lesefreigabe zu einem besonders süßen Wein geführt haben. Ob die Geschichte genau so stimmt, diskutieren Fachleute bis heute.

Weitere große Namen sind Schloss Vollrads und Kloster Eberbach im Rheingau sowie Egon Müller-Scharzhof an der Saar. Für Besuche gilt fast überall: vorher anmelden, gerade bei kleineren Betrieben.