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02.06.25

Ein geflltes Glas 12 e mezzo Primitivo del Salento auf Weihnachtsdecke

Ist Wein vegan? Wir beantworten diese wichtige Frage

Wein besteht aus Trauben, also vegan, oder? Nicht ganz. Der Wein selbst ist rein pflanzlich, aber bei der Klärung (Schönung) kommen oft tierische Hilfsstoffe wie Eiklar, Gelatine oder Hausenblase zum Einsatz, und dann gilt der Wein nicht mehr als vegan. Die gute Nachricht: Immer mehr Weine werden rein pflanzlich geschönt. Hier erfährst du, woran das liegt und wie du veganen Wein erkennst. Wie du ihn gezielt kaufst, zeigt unser Ratgeber Veganen Wein kaufen.

Was bedeutet vegan beim Wein?

Veganismus verzichtet nicht nur in der Ernährung auf tierische Produkte, sondern als ethische Haltung auf jede Nutzung von Tieren. Auf den Wein übertragen heißt das: Es zählt nicht nur, was im Glas landet, sondern auch, ob im Herstellungsprozess tierische Stoffe verwendet wurden, selbst wenn sie im fertigen Wein nicht mehr nachweisbar sind.

Warum ist mancher Wein nicht vegan?

Der Grund liegt im Keller, genauer bei der Klärung. Nach der Gärung enthält Jungwein Trübstoffe, die ihn undurchsichtig machen. Um ihn klar zu bekommen, wird er geschönt: Ein Bindemittel verbindet sich mit den Schwebstoffen, die zu Boden sinken und abgetrennt werden. Traditionell sind diese Schönungsmittel tierisch:

  • Eiklar (Albumin): klassisch für strukturierte Rotweine.
  • Gelatine: aus tierischem Bindegewebe, bindet Gerbstoffe.
  • Hausenblase: aus Fischblasen, besonders schonend für Weißwein.
  • Kasein: Milchprotein, hellt auf und stabilisiert.

Auch wenn das Mittel mitsamt den Trübstoffen wieder entfernt wird und kaum etwas im Wein bleibt, gilt er als nicht vegan, weil im Prozess ein tierisches Produkt eingesetzt wurde.

Welcher Wein ist eher vegan, Rot oder Weiß?

Tendenziell hast du es bei Rotwein leichter: Viele rote Weine werden heute gar nicht mehr aktiv geschönt, sondern setzen sich auf natürlichem Weg ab. Weißwein und Rosé werden dagegen häufiger geklärt, weil ihre Klarheit zum Stil gehört. Vegan geht aber auch hier längst: Statt tierischer Mittel nutzen Winzer pflanzliche Alternativen wie Bentonit (Tonerde), Aktivkohle oder Erbsenprotein, die genauso wirksam sind und nur etwas mehr Zeit brauchen. Veganen Weißwein erkennst du daher am sichersten am Etikett.

Woran erkennst du veganen Wein?

Am eindeutigsten an einer ausdrücklichen Kennzeichnung „vegan" oder einem Siegel wie dem V-Label. Fehlt das, sind die Hinweise „ungefiltert" oder „ungeschönt" ein gutes Indiz, dass kein tierisches Schönungsmittel im Spiel war. Im Zweifel hilft eine kurze Nachfrage beim Händler oder Winzer. Übrigens: Ob ein Wein vegan geschönt wurde, sagt nichts über seine Qualität, denn beide Methoden klären gleich effektiv und der Geschmack bleibt derselbe.

Häufige Fragen zu veganem Wein

Warum ist mancher Wein nicht vegan?

Weil bei der traditionellen Klärung tierische Schönungsmittel wie Eiklar, Gelatine oder Hausenblase verwendet werden. Sie binden Trübstoffe und werden wieder entfernt, machen den Wein aber per Definition nicht-vegan. Bei vielen Rotweinen wird heute ganz darauf verzichtet.

Woran erkennt man veganen Wein?

An einer Kennzeichnung „vegan" oder einem Siegel wie dem V-Label auf der Flasche. Hilfsweise deuten „ungefiltert" oder „ungeschönt" darauf hin, dass kein tierisches Mittel genutzt wurde.

Ist Wein vegetarisch?

Ja. Da bei der Klärung kein Fleisch zum Einsatz kommt und auch Eiklar oder Milchprotein vegetarisch sind, ist Wein für Vegetarier unbedenklich. Nur für eine vegane Lebensweise sind die tierischen Schönungsmittel relevant.

Schmeckt veganer Wein anders?

Nein. Die Schönung wird in beiden Fällen vollständig wieder abgetrennt, und pflanzliche wie tierische Mittel klären gleich effektiv. Geschmack und Qualität hängen von Trauben, Lage und Winzerhandwerk ab, nicht vom Schönungsmittel.

Wer veganen Wein gezielt sucht und auf Siegel, Produzenten und Bezugsquellen achten möchte, findet die ganze Kaufberatung in Veganen Wein kaufen.